Orales Glucosamin bremst die Gonarthrose
Orales Glucosamin bremst die Gonarthrose
Die Gelenkspaltweite am Knie blieb in der Verumgruppe einer dreijährigen Studie mit 212 Patienten unverändert
LÜTTICH (frk). Die Progression einer symptomatischen Arthrose am Knie kann durch die konsequente tägliche Einnahme von oralem Glucos-aminsulfat verhindert werden.
Das ist das Resultat einer dreijährigen randomisierten placebokontrollierte Studie von Professor Jean-Yves Reginster und seinen Kollegen aus Lüttich in Belgien mit 212 Patienten. Wie im "Lancet" (357, 2001, 251) berichtet, hatten die ambulanten Patienten in der Studie eine primäre Gonarthrose.
Sie erhielten täglich 1500 mg Glucosaminsulfat oder Placebo. Gemessen wurde das Fortschreiten der Erkrankung durch Messung der Gelenkspalte in einem speziell vergrößerten Röntgenbild. Die Symptome wurden mit dem WOMAC (Western Ontario and McMaster Universities Arthrose)-Index beurteilt. In dem Score werden Schmerz, Beweglichkeit und Schwellung beurteilt.
Die Resultate: die mit Glucosaminsulfat behandelten Patienten hatten während drei Jahren keinen weiteren Knorpelverlust. Der Gelenkspalt hatte sich bei ihnen nicht weiter verengt. Bei den Patienten, die Placebo erhielten, nahm die Gelenkspaltweite um durchschnittlich 0,31 Millimeter ab.
Wie die Forscher anmerken, verengt sich der Gelenkspalt üblicherweise durch Knorpelverlust bei Gonarthrose im Schnitt um 0,1 bis 0,6 Millimeter pro Jahr. Die Verschlechterung in der Placebogruppe entsprach damit dem natürlichen Verlauf einer Gonarthrose.
In der klinischen Bewertung des Behandlungsergebnisse nach dem WOMAC-Score kam es in der Verumgruppe sogar zu einer Besserung der Funktionsparameter von im Schnitt 20 bis 25 Prozent.
In der Placebogruppe hatten sich die Werte im Score im Durchschnitt verschlechtert. Die Unterschiede zwischen beiden Gruppen waren signifikant (p=0,02).
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen waren bei den Patienten in der Verumgruppe nicht häufiger als in der Placebogruppe. Auswirkungen auf den Gastrointestinaltrakt gab es keine.
Die Wissenschaftler folgern aus ihrer Unterscuhung, daß orales Glucosaminsulfat in der Lage ist, als Therapie über einen längeren Zeitraum den natürlichen Verlauf einer arthrotischen Erkrankung zu stoppen.
Quelle:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2001/02/15/029a0401.asp?cat=/medizin/gelenke_knochen/arthrose
Die Gelenkspaltweite am Knie blieb in der Verumgruppe einer dreijährigen Studie mit 212 Patienten unverändert
LÜTTICH (frk). Die Progression einer symptomatischen Arthrose am Knie kann durch die konsequente tägliche Einnahme von oralem Glucos-aminsulfat verhindert werden.
Das ist das Resultat einer dreijährigen randomisierten placebokontrollierte Studie von Professor Jean-Yves Reginster und seinen Kollegen aus Lüttich in Belgien mit 212 Patienten. Wie im "Lancet" (357, 2001, 251) berichtet, hatten die ambulanten Patienten in der Studie eine primäre Gonarthrose.
Sie erhielten täglich 1500 mg Glucosaminsulfat oder Placebo. Gemessen wurde das Fortschreiten der Erkrankung durch Messung der Gelenkspalte in einem speziell vergrößerten Röntgenbild. Die Symptome wurden mit dem WOMAC (Western Ontario and McMaster Universities Arthrose)-Index beurteilt. In dem Score werden Schmerz, Beweglichkeit und Schwellung beurteilt.
Die Resultate: die mit Glucosaminsulfat behandelten Patienten hatten während drei Jahren keinen weiteren Knorpelverlust. Der Gelenkspalt hatte sich bei ihnen nicht weiter verengt. Bei den Patienten, die Placebo erhielten, nahm die Gelenkspaltweite um durchschnittlich 0,31 Millimeter ab.
Wie die Forscher anmerken, verengt sich der Gelenkspalt üblicherweise durch Knorpelverlust bei Gonarthrose im Schnitt um 0,1 bis 0,6 Millimeter pro Jahr. Die Verschlechterung in der Placebogruppe entsprach damit dem natürlichen Verlauf einer Gonarthrose.
In der klinischen Bewertung des Behandlungsergebnisse nach dem WOMAC-Score kam es in der Verumgruppe sogar zu einer Besserung der Funktionsparameter von im Schnitt 20 bis 25 Prozent.
In der Placebogruppe hatten sich die Werte im Score im Durchschnitt verschlechtert. Die Unterschiede zwischen beiden Gruppen waren signifikant (p=0,02).
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen waren bei den Patienten in der Verumgruppe nicht häufiger als in der Placebogruppe. Auswirkungen auf den Gastrointestinaltrakt gab es keine.
Die Wissenschaftler folgern aus ihrer Unterscuhung, daß orales Glucosaminsulfat in der Lage ist, als Therapie über einen längeren Zeitraum den natürlichen Verlauf einer arthrotischen Erkrankung zu stoppen.
Quelle:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2001/02/15/029a0401.asp?cat=/medizin/gelenke_knochen/arthrose
Gobsch - 14. Apr, 09:54
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